23. Juni 2022

Innovation aus der Garage: ti&m places

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ti&m garage // Mit ti&m places haben wir dieses Jahr ein modernes Arbeitsplatzreservierungssystem auf den Markt gebracht. Entwickelt wurde es von einem interdisziplinären Team in unserer Innovationsschmiede.

Vollbemalte Wände, Post-its auf jeder freien Fläche und Designers und Developers, die alle wild durcheinanderreden. Etwa so kann man sich eine Garage bei ti&m vorstellen. Mutet teilweise etwas chaotisch an, hat aber System. Und vor allem: ein Ziel. Das Ziel ist das MVP, das Minimum Viable Produkt. Das Ziel ist also klar. Der Weg dahin manchmal weniger.

Aber fangen wir von vorne an. Schon vor Corona hatten wir uns überlegt, ein Arbeitsplatzreservierungstool zu entwickeln. Unsere Büros waren überbelegt, und die Excel-Listen, die wir als Reservierungstool führten, waren umständlich und nicht gerade benutzerfreundlich. Während des Lockdowns musste dann die Homeoffice-Pflicht und die minimale und transparente Bürobelegung, nach dem Lockdown eine hybride Arbeitsplatzstrategie umgesetzt werden. Corona war einmal mehr nicht der Auslöser, sondern der Booster, der aus einer Idee eine Lösung werden liess.

Wir definierten drei Mindestanforderungen an unser Buchungssystem:

  1. Es muss vollständig in Microsoft Teams integriert sein. Wir wollten keinen Medienbruch, keine weiteren Apps oder Logins. Die Nutzung muss so einfach wie möglich sein.
  2. Karten. Bei unserer Recherche haben wir festgestellt, dass bestehende Arbeitsplatzbuchungssysteme keine integrierte Kartenfunktion haben. Für uns also ein Must-have.
  3. Unsere Lösung sollte nicht nur ein ti&m-internes Tool sein, sondern ein Produkt, das wir auf den Markt bringen können. Von Anfang an haben wir die Entwicklung als grösseres, agiles Projekt verstanden, das auch nachgelagerte Prozesse wie z. B. Marketingmassnahmen einschloss.

Von der Idee zum Produkt
Unser multidisziplinäres Team, bestehend aus Front- und Backend-Developers und Designers, machte sich also an die Arbeit. In zwei Monatssprints haben wir so ein MVP entwickelt. Die Konfiguration der Lösung war umständlich, und wir wollten am Anfang zu viele Features integrieren. Beispielsweise sollten Buchungen synchron in Outlook angezeigt werden, was wir im Laufe des Projekts verworfen haben. Je länger das Projekt lief, desto grösser wurde der Umfang. Haben wir zu Beginn die Dokumentation sehr minimal gehalten, schreiben unsere Developers und Designers nun regelmässig ins Places-Wiki und halten Entwicklungen und Probleme fest. In ständigen Redesigns wurde aus Places schliesslich ein hochskalierbares Produkt.
Im Sommer 2021 haben wir Places auf den Markt gebracht, seit Oktober desselben Jahres ist es im Microsoft Store erhältlich. Mittlerweile wird es weltweit genutzt, und in der Schweiz gehören Firmen wie Swisscom zu unseren Kunden.

Keine Angst vor Innovation
Innovation ist ein grosses Wort. Aber lassen Sie sich davon nicht einschüchtern. Unser Beispiel zeigt, dass innovativ sein nichts anderes heisst, als neue, individuelle Lösungen für spezifische Bedürfnisse zu entwickeln. Und: Innovation ist nicht nur etwas für Private, wie unser Garagenprojekt mit der Gebäudeversicherung Kanton Zürich zeigt: In nur zwei Wochen haben wir eine Feuerwehr-App entwickelt, dank der den Einsatzkräften auf ihrem Smartphone der nächstgelegene Hydrant, seine Anschlüsse und die benötigte Schlauchlänge angezeigt wird. Es braucht vor allem den Mut, Neues zu wagen und Altes hinter sich zu lassen. Und natürlich den richtigen Partner mit der richtigen Location. Und da kommen wir ins Spiel. Unsere Garage wartet auf Ihre Ideen.

 

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Marius Matter
Marius Matter

Marius Matter ist GL-Mitglied von ti&m und zuständig für die Entwicklung moderner Softwarelösungen, speziell im Kontext von Mobile und IoT. Als CTO verantwortet er zudem unsere innovativen Garagen-Projekte.

Magdalena Koj
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Kontaktieren Sie unsere Expertin Magdalena Koj, Head E-Government.