10. August 2017

Welches Agile Framework passt zu dir?

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Agile Produktentwicklung hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten in vielen Unternehmen zum de-facto Standard entwickelt. Mit dem Erfolg hat sich auch die Landschaft der agilen Frameworks stark diversifiziert.

Unser Entscheidungsbaum soll eine nicht ganz ernstgemeinte Entscheidungshilfe bei der Wahl des agilen Frameworks für dein Projekt sein. Falls du Anmerkungen oder Erweiterungen hast, melde dich gerne bei uns, wir freuen uns auf anregende Diskussionen!

Die Klassiker

Scrum und Kanban werden oft als Synonyme für agile Produktentwicklung verwendet. Beide Vorgehensweisen werden auch heute noch präferiert für einzelne Teams eingesetzt und sind die Basis für viele weitere Agile Frameworks.

Das erste Kanbansystem wurde bereits vor 70 Jahren von Taiichi Ohno für Toyota entwickelt. Wie damals wird Kanban auch heute noch zur Optimierung des Durchflusses eines oder mehrerer Teams verwendet.

Scrum zeichnet sich hingegen besonders bei komplexen Aufgaben aus. Die iterative Vorgehensweise ist ideal um das Produkt und die Zusammenarbeit im Team kontinuierlich zu verbessern.

Skalierung auf allen Ebenen

Manchmal braucht es jedoch mehr als ein Team für die Produktentwicklung. Spätestens dann ist es Zeit über ein Framework zur Skalierung nachzudenken.

Kanban lässt sich gut skalieren mit der Erweiterung um ein gemeinsames Board aller Teams.

Für Scrum Teams gibt es verschiedene Ansätze: Scrum of Scrums zum Beispiel ist eine einfache Lösung für 2-3 Teams, die vor allem den Austausch zwischen den Teams fördert. Für bis zu acht Teams ist LeSS eine gute Lösung. Dieses Framework baut auf den Prinzipien von Scrum auf und ist der Grundidee von Scrum am Nächsten. Nexus ist ein relativ junges Framework, das unter Ken Schwaber, einem der Begründer von Scrum, entwickelt wurde. Bei Nexus steht die Minimierung der Abhängigkeiten zwischen den Teams im Fokus.

Für eine Agile Skalierung über das gesamte Unternehmen gibt es auch bereits erprobte Frameworks. SAFe als Marktführer bietet eine Kombination von Kanban und Scrum an um den Durchfluss im Unternehmen zu optimieren. Disciplined Agile Delivery hingegen ist eine Kombination verschiedener Frameworks mit einem starken Fokus auf DevOps.

Zusätzlich zu den bereits genannten Frameworks zur Skalierung gibt es noch weitere im Einsatz. Für eine ausführlichere Gegenüberstellung empfehle ich die ASK Matrix von Agile Scaling.

Agile und UX

Der jüngste Zugang zu den Agilen Frameworks hat sich aus der Schnittstelle von Agil und UX entwickelt. Design Sprints und Design Thinking sind Beispiele für Vorgehensweisen, die den klassischen Stage-Gate Innovationsprozess komplett umkrempeln. Mit Hilfe dieser Frameworks werden schnell und iterativ Prototypen gebaut, die von Kunden und Benutzern getestet werden können.

What’s next?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Ich denke, dass sich vor allem die Anwendungsbreite von agilen Frameworks und Methoden erweitern wird. Es wird eine weitere Vermischung mit Disziplinen geben, wie das schon bei Agile und UX geschehen ist.


Christina Stödtner
Christina Stödtner

Christina Stödtner ist seit Jahren begeistert vom Thema Agilität und arbeitet bei ti&m als Scrum Master und Agile Coach. Mit Kunden und Kollegen arbeitet sie kontinuierlich an der Verbesserung von agiler Produktentwicklung. Christina studierte Business Informatics in Wien und hat Zertifizierungen für Scrum Master, Product Owner, und SAFe Program Consultant.

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