01. July 2022

«Ich liebe die flache Hierarchie bei ti&m»

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Von der Evolutionsbiologin zur Softwareentwicklerin: Als 500. Mitarbeitende von ti&m hat Céline Bitter vor einem halben Jahr ihren Berufseinstieg in die IT mit dem ti&m-Mentoring-Programm gestartet. Im Interview erzählt sie, wie es dazu gekommen ist.

Mit dir hat ti&m die 500er Marke geknackt. Warum hast du dich für ti&m entschieden?
Ich bin Teilnehmende am Mentoring-Programm, das Hochschulabsolventen und Quereinsteigern die Möglichkeit gibt, in der Welt der IT Fuss zu fassen. Patricia Stoll, eine Freundin von mir, die das Programm gerade abgeschlossen hat, hat mich auf ti&m und das Programm aufmerksam gemacht.

Warum möchtest du jetzt eine Karriere in der IT einschlagen? Was ist deine Geschichte?
Ich habe Biologie mit Schwerpunkt Animal und Plant Biology im Bachelor abgeschlossen. Damals war ich noch fest davon überzeugt, dass ich meiner Leidenschaft, der Evolutionsbiologie, nachgehen will. Dass das wissenschaftliche Arbeiten in der Theorie ganz anders war, als ich mir das in der Praxis vorgestellt hatte, hatte ich zwar geahnt, es aber gekonnt ignoriert. So entschied ich mich also dennoch, meinen Master in Evolutionsbiologie zu beginnen, was im Nachhinein trotzdem eine meiner besten Entscheidungen war. Denn dadurch kam ich das erste Mal in Berührung mit der Bioinformatik, denn der Fortschritt der DNA-Sequenzierung ist einer der grossen Treiber für die Anwendung der Bioinformatik in der Evolutionsbiologie: Einerseits wird Evolutionsbiologen eine riesige Menge an Daten um die Ohren gehauen, so dass es nahe liegt, die Verarbeitung dieser grossen Datenmengen einem Computer zu überlassen. Andererseits kann man viele aus der Informatik bekannte Algorithmen verwenden und anpassen, um die grosse Menge an DNA-Sequenzen zu analysieren.

Dann hat die Verdatung der Welt und der Biologie dein Interesse an der IT geweckt?
Würde ich sagen. Der Einblick in die Bioinformatik weckte eine neue Leidenschaft und so habe ich mich für ein Joint Degree Program der Universitäten Basel, Zürich und der ETH in Computational Biology and Bioinformatics beworben. Dort hatte ich drei Jahre lang das Vergnügen – das kann ich jetzt so sagen, in der Prüfungsphase war das natürlich nicht der Fall – mein bioinformatisches Wissen zu vertiefen und meine ersten Programmiererfahrungen zu sammeln. Bald hatte ich am Programmieren mehr Freude als am wissenschaftlichen Teil. So habe ich mich eher auf programmierlastige Projekte fokussiert.

Wie war der Übergang vom Studium in die praktische Berufswelt?
Nach dem Abschluss spielte ich schon mit dem Gedanken, die Biologie hinter mir zu lassen und mich als Softwareentwicklerin zu versuchen. Jedoch war ich vom niemals endenden Angebot und den oft umfangreichen Listen an Anforderungen in den Jobbeschreibungen überfordert und wusste nicht einmal, wo ich mit den Vorbereitungen anfangen soll. Wie oft ich auf LinkedIn ‹Praktikum›, ‹Jumpstart› oder ‹Quereinsteiger› eingegeben hatte, konnte ich schon fast nicht mehr zählen. Patricia Stoll hatte da schon bei ti&m angefangen und mir vom Mentoring-Programm erzählt. Schon nach dem ersten Gespräch war mir klar, dass ich genau das gesucht habe, das Programm ist perfekt für meinen Karrierestart als Softwareentwicklerin: Seit dem ersten Tag arbeite ich in Kundenprojekten und habe die Möglichkeit, während eines Jahres verschiedene Bereiche und Technologien kennenzulernen – und das zu vollem Lohn. Überzeugt hat mich vor allem auch die Firmenkultur von ti&m. Flache Hierarchie ist hier keine Floskel, sondern Alltag. Ich muss nicht zweimal darüber nachdenken, ob ich einem Senior Architect schreiben und ihn mit meinen Fragen nerven darf. An einem Donnerstagabend wirst du bei einem Bier in ein interessantes Gespräch verwickelt, und niemanden interessiert es, was dein Status oder deine Ausbildung ist. Wir ziehen alle an einem Strang und begegnen uns mit Ehrlichkeit und Respekt. Für mich persönlich ist es auch wichtig, dass mein Arbeitgeber Diversität nicht nur toleriert, sondern auch Massnahmen ergreift, damit alle Mitarbeitende mit dem gleichen Respekt behandelt werden. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl – für mich der grösste Motivationsfaktor.

Du bist jetzt seit sechs Monaten bei uns. In welchem Team arbeitest du gerade?
Gerade arbeite ich in der Backend-Entwicklung im Onboarding-Team. Ich bin sehr glücklich mit meinem Mentor Fabian Hegglin, der mir immer wieder auf meinen Entwicklungsprozess angemessene Herausforderungen anbietet, um meine Lernkurve stetig zu steigern. Er nimmt sich täglich Zeit, meine Verwirrungen und Blockaden aus dem Weg zu räumen und gibt mir genug Raum für eigene Kreativität. Und mein Vorgesetzter hat in unseren Weeklys immer zwei offene Ohren für Verbesserungsvorschläge und unterstützt mich, um mir das Leben bei ti&m leichter zu machen. Einmal im Monat haben wir ein Meeting mit allen Teilnehmenden des Mentoring-Programms, in dem Mentees die Möglichkeit haben, ein aktuelles Projekt vorzustellen, damit alle aus der Gruppe Einblicke in andere Projekte erhalten können. Das Programm ist wirklich perfekt auf Berufseinsteiger eingestellt, und ich spüre, wie wichtig ti&m das Wohlbefinden der Mitarbeitenden ist.

«Mir persönlich ist es wichtig, dass mein Arbeitgeber Diversität nicht nur toleriert, sondern auch Massnahmen ergreift, damit alle Mitarbeitende mit dem gleichen Respekt behandelt werden. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Motivation.»
 
Gibt es einen Bereich, der dir am besten gefällt und in den du dich vertiefen möchtest?
Die letzten sechs Monate konnte ich mein Wissen im Backend vertiefen. Das hat mir grossen Spass gemacht, trotzdem will ich aber den ganzen Full Stack sehen. Ich habe eher wenig Erfahrung als Entwicklerin mitgebracht und will während des Programms überall reinschauen. Das neue Feature, das ich gerade backend im Onboarding-Prozess hinzufüge, muss auch im Frontend implementiert werden, was ich übernehmen werde. Und: Seit meinem Studium bin ich von Machine Learning fasziniert. Mein Vorgesetzter hat deshalb ein Treffen mit unserem ML- und AI-Experten organisiert, um die Möglichkeit zu besprechen, Ende des Jahres bei einem Projekt in diesem Bereich mitzuwirken.
 
Was machst du privat?
Mich trifft man oft mit einem Bier am Rhein oder Zürichsee und ich unternehme gerne etwas mit meiner Freundin oder meinen Freunden, gerne schwinge ich auch hin und wieder mal das Tanzbein. Ich liebe es zu reisen und andere Kulturen kennenzulernen. Die Bekanntschaft mit «Locals» ist mir dabei am wichtigsten. So kann ich das bereiste Land durch ihre Augen sehen und erhalte – im besten Fall – auch Insiderwissen, das Touristen sonst vorenthalten wird. Ausserdem spiele ich sehr gerne Klavier und Gitarre oder gehe bouldern.

 

You'll never surf alone: Dein Einstieg in die IT nach dem Studium
Mit unserem ti&m mentoring program startest du deinen Roundtrip durch die IT. Dabei paddelst du nicht alleine im weiten Meer. Dein Mentor surft nur eine Welle neben dir und bringt dich jederzeit sicher an den Strand.

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Celine Bitter
Celine Bitter

Céline Bitter ist 29 Jahre alt und seit sechs Monaten bei ti&m. Sie absolviert das Mentoring-Programm: ein einjähriger Roundtrip durch die IT für Berufseinsteiger, bei dem die Teilnehmer von einem Mentor von ti&m begleitet werden.