20. Juli 2022

17 Jahre – ti&m-Surfer seit Tag 1

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Seit 2005 digitalisiert ti&m die Schweiz. Fünf unserer Surfer sind seit Tag 1 mit dabei. Wir haben mit ihnen über ihre Erfahrungen von fast zwei Jahrzehnten Digitalisierung gesprochen. Diese Woche mit Peter Wiederkehr.

Du hast im Januar 2005 bei ti&m angefangen – einen Monat bevor Youtube gegründet wurde. Warum hattest du dich damals entschlossen, nur ein paar Jahre nach der Dotcom-Blase bei einem Software-Start-up anzufangen?
Ich hatte noch nicht viel Berufserfahrung nach meinem Studium und war bei einer sehr grossen Softwarefirma angestellt. Grossfirmenkultur macht mich nicht wirklich zufrieden, daher der Wechsel zu einem Start-up.

Was war dein erster Computer? Und welchen hast du jetzt?
Mein erster Computer war ein Commodore C64. Heute reicht mir mein alter Arbeitslaptop, den ich ti&m abkaufen durfte, als Computer für zuhause. Immer mal wieder spiele ich mit dem Gedanken, mir einen neuen Gaming-PC zusammenzusetzen – damit habe ich im Studium mein Geld verdient.

Du hast dich einen grossen Teil deines Lebens mit Technologie befasst. Was fasziniert dich noch heute daran? Fasziniert sie dich mehr als früher?
Heute, mit einem gewissen Erfahrungsschatz, finde ich die Transformationen von fachlichen und technischen Anforderungen in Architektur und Code etwas vom Spannendsten.

Welcher Aspekt der Technologie fasziniert dich am meisten?
Das Logische und Deterministische, also auch die immer höher werdenden Abstraktionslevel und Möglichkeiten.

Was war die sinnloseste/dümmste IT-Innovation der letzten Jahre?
Wenn etwas sinnlos oder dumm ist, würde ich es nicht als Innovation bezeichnen.

Was war der grösste Tech-Hype?
Spontan fallen mir Service Oriented Architecture (SOA), Micro Service Architecture (MSA) und Blockchain ein.

Welche Innovation/Technologie hätte deiner Meinung nach erfolgreicher sein müssen?
Commodore-Amiga-Computer. Diese waren damals ihrer Zeit stark voraus.

Gibt es ein grosses technisches «Was-wäre-wenn», das dich nachts wachhält?
Nein.

Was, dachtest du, wird ‹the next big thing› in der Technologie? Und was war im Nachhinein betrachtet der grösste Technologiesprung?
Es war klar, dass der Browser immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Die grössten Technologiesprünge sehe ich im Bereich Miniaturisierung. Es ist erstaunlich, wie viel Speicherplatz auf einer kleinen Chipkarte heute vorhanden ist.

Gibt es Entwicklungen im Tech-Bereich, die dich beunruhigen? Was würdest du in der IT ändern, wenn du könntest?
Wenn man sich anschaut, was heute alles von der IT kontrolliert wird und wie abhängig wir davon sind, dann finde ich Cyber-Terrorismus etwas Gefährliches. Wenn ich in der IT etwas ändern könnte, dann wie man heutzutage oft Offshoring praktiziert: Wer glaubt, man kann eine Software einfach spezifizieren und sie dann irgendwo in die Umsetzung geben, hat von der Komplexität von Softwareentwicklung keine Ahnung.


Peter Wiederkehr
Peter Wiederkehr

Seit ihrer Gründung 2005 arbeitet Peter Wiederkehr in verschiedensten Rollen bei ti&m, zuerst als Softwareentwickler und Architekt, später in einer Managementrolle. Heute leitet er den Bereich ti&m digital banking suite.